Hannah-Höch Haus

In das Haus im Ortsteil Heiligensee zog sich die berühmte Pionierdame der Fotocollage und DADA-Freundin Hannah Höch 1939 zurück, nachdem sie von den Nazis als "Kulturbolschewistin" beschimpft wurde. Während der Kriegsjahre waren das Haus und der Garten als Versteck und Nahrungsquelle überlebensnotwendig.

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Bis zu ihrem Tod im Jahre 1978 lebte die Künstlerin hier zurückgezogen, umgeben von einem paradiesischen Garten, der heute, genau so wie das Haus, unter Denkmalschutz steht. Der individuelle Collage-Garten gelangte als wesentlicher Teil des Lebenswerkes Hannah Höchs ebenfalls zu Weltruhm.

Heute bewohnt der Künstler Johannes Bauersachs das Haus und pflegt den Garten im Andenken und Sinne von Hannah Höch. Nach Anmeldung sind Führungen möglich.

Ansprechpartner:

Förderverein Künstlerhaus Hannah Höch e.V.
Johannes Bauersachs (Vorstand)
An der Wildbahn 33
13503 Berlin
Tel. 431 4824

Die Künstlerin hat mit Ihren innovativen Collagen und Fotomontagen einen wesentlichen Beitrag zur DADA Bewegung geleistet und erntete damit große Anerkennung, und - wenn auch spät - Weltruhm.

Herausragende Arbeiten sind zweifelsohne die Ölgemälde "Die Braut", "Roma" und "Die Journalisten" - entstanden Mitte der Dreißiger Jahre, sowie die großformatige Collage "Schnitt mit dem Küchenmesser durch die letzte Weimarer Bierbauchkulturepoche Deutschlands".

Das Hannah - Höch Denkmal

"Der archaische Erzengel von Heiligensee", so heißt die Skulptur des Künstlers Siegfried Kühl zum Gedenken an den 100. Geburtstag der Malerin und Collagekünstlerin Hannah Höch. Das Denkmal steht seit dem 1. November 1989 am Seglerkopf an der Malche in Tegel.

 
 
Schloß Tegel
1766
Das Schloß Tegel - ursprünglich 1558 als Renaissance-Herrenhaus erbaut - geht in den Besitz der Familie von Humboldt über. Im 19. Jahrhundert wurde das Schloß durch Karl Friedrich Schinkel umgestaltet.
Alexander von Humboldt
1769
Alexander von Humboldt, weltberühmter Naturforscher und Mitbegründer der Geografie als empirischer Wissenschaft, wird in Berlin geboren. Die Familie residiert seit 1766 im Schloß Tegel.
Eisenbahnbau bei Borsig
1873
Eisenbahnbau bei Borsig auf einem Gemälde von Paul Friedrich Meyerheim
Uferpromenade in Tegel, 1910
1910
Anlage der Strandpromenade und Bau der ”Sechserbrücke” durch die Gemeinde Tegel
Rathaus Reinickendorf, Detail
1920
Der Bezirk Reinickendorf wurde 1920 aus den ehemaligen Bauerndörfern Reinickendorf, Wittenau, Tegel, Heiligensee, Hermsdorf und Lübars sowie drei Gutsbezirken gebildet.
Bau des Flughafen Tegel
1948
Auf dem Gelände des Flughafens Tegel entsteht während der Luftbrücke innerhalb von 90 Tagen die damals längste Start- und Landebahn Europas - größtenteils mit Muskelkraft.
Berliner Mauer
1961
Der Bau der Berliner Mauer trennt den Bezirk Reinickendorf bis zum Mauerfall 1989 vom Umland und den Nachbarbezirken Pankow und Prenzlauer Berg.
Märkisches Viertel
1964
Bau der Großsiedlung Märkisches Viertel beginnt (bis 1974), heute eigenständiger Ortsteil mit ca. 36.000 Bewohnern, 12 Schulen und Einkaufszentrum. Derzeit aufwändige energetische Sanierung und Modernisierung
Humboldt-Bibliothek, Tegeler Hafen
1984
Anlässlich der internationalen Bauaustellung 1984-1987 wurde der ehemalige Tegeler Industriehafen neu gestaltet. Hier entstanden (post)moderne Wohnquartiere und eine Bibliothek.
Hallen am Borsigturm
1999
Hallen am Borsigturm - in die entkernten ehemaligen Lokomotivbauhallen wird ein Einkaufs- und Freizeitzentrum mit Multiplexkino, Fitnessstudio und Bowling-Bahn integriert.
Greenwich-Promenade, Neugestaltung
2009
Umgestaltung der Greenwichpromenade und Bau des Flusskreuzfahrtterminals 2009/2010
Flughafen Tegel, Planung
2012
Der Flughafen Tegel wird geschlossen. Das riesige Areal wird zu einem Standort innovativer Industrien und Bildungseinrichtungen entwickelt.