Veranstaltungskalender

20.04.2017, 19:00 Uhr

1935: Das Reinickendorfer Humboldt-Jubiläum unter dem Hakenkreuz

Aus der Reihe "250 Jahre Wilhelm von Humboldt"

In der Reinickendorfer Veranstaltungsreihe "250 Jahre Wilhelm von Humboldt" laden die Geschichtswerkstatt Tegel und das Humboldt-Gymnasium am Donnerstag, dem 20. April zu einem Vortrag zum Thema "1935: Das Reinickendorfer Humboldt-Jubiläum unter dem Hakenkreuz" ein. Martin Reimann spricht aber nicht im eigentlichen Schulgebäude, sondern in der Universalhalle des Humboldt-Gymnasiums, im Grünen Haus in der Ziekowstraße 161.

In den Reinickendorfer Gedenkfeiern zum 100. Todestag Wilhelm von Humboldts im Jahre 1935 begegneten sich zwei Interessen: Das nationalsozialistisch geführte Bezirksamt wollte den berühmten Toten so gefeiert wissen, dass der nationalsozialistische Staat als legitimer Erbe des Humboldt'schen Vermächtnisses erscheint. Und der als Festredner ausgewählte Wilhelm Blume, Reformpädagoge und Direktor der Humboldtschule, erfand eine Lösung des heiklen Problems, die es allen recht machen sollte, seiner Schule, den Humboldt-Erben und den neuen Machthabern: Er machte Humboldt zum Mittler zwischen Schiller, Goethe und Hitler.


 
Eintritt:  5/3 Euro EUR

Humboldt-Gymnasium

Anschrift
Ziekowstraße 161
13509 Berlin
 
Telefon:  030 433 70 08
eMail:  buero@humboldtschule-berlin.de
URL:  https://www.berlin.de/sen/bildung/schule/berliner-schulen/schulverzeichnis/Schulportrait.aspx?IDSchulzweig=16571
 
 

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Schloß Tegel
1766
Das Schloß Tegel - ursprünglich 1558 als Renaissance-Herrenhaus erbaut - geht in den Besitz der Familie von Humboldt über. Im 19. Jahrhundert wurde das Schloß durch Karl Friedrich Schinkel umgestaltet.
Alexander von Humboldt
1769
Alexander von Humboldt, weltberühmter Naturforscher und Mitbegründer der Geografie als empirischer Wissenschaft, wird in Berlin geboren. Die Familie residiert seit 1766 im Schloß Tegel.
Eisenbahnbau bei Borsig
1873
Eisenbahnbau bei Borsig auf einem Gemälde von Paul Friedrich Meyerheim
Uferpromenade in Tegel, 1910
1910
Anlage der Strandpromenade und Bau der ”Sechserbrücke” durch die Gemeinde Tegel
Rathaus Reinickendorf, Detail
1920
Der Bezirk Reinickendorf wurde 1920 aus den ehemaligen Bauerndörfern Reinickendorf, Wittenau, Tegel, Heiligensee, Hermsdorf und Lübars sowie drei Gutsbezirken gebildet.
Bau des Flughafen Tegel
1948
Auf dem Gelände des Flughafens Tegel entsteht während der Luftbrücke innerhalb von 90 Tagen die damals längste Start- und Landebahn Europas - größtenteils mit Muskelkraft.
Berliner Mauer
1961
Der Bau der Berliner Mauer trennt den Bezirk Reinickendorf bis zum Mauerfall 1989 vom Umland und den Nachbarbezirken Pankow und Prenzlauer Berg.
Märkisches Viertel
1964
Bau der Großsiedlung Märkisches Viertel beginnt (bis 1974), heute eigenständiger Ortsteil mit ca. 36.000 Bewohnern, 12 Schulen und Einkaufszentrum. Derzeit aufwändige energetische Sanierung und Modernisierung
Humboldt-Bibliothek, Tegeler Hafen
1984
Anlässlich der internationalen Bauaustellung 1984-1987 wurde der ehemalige Tegeler Industriehafen neu gestaltet. Hier entstanden (post)moderne Wohnquartiere und eine Bibliothek.
Hallen am Borsigturm
1999
Hallen am Borsigturm - in die entkernten ehemaligen Lokomotivbauhallen wird ein Einkaufs- und Freizeitzentrum mit Multiplexkino, Fitnessstudio und Bowling-Bahn integriert.
Greenwich-Promenade, Neugestaltung
2009
Umgestaltung der Greenwichpromenade und Bau des Flusskreuzfahrtterminals 2009/2010
Flughafen Tegel, Planung
2012
Der Flughafen Tegel wird geschlossen. Das riesige Areal wird zu einem Standort innovativer Industrien und Bildungseinrichtungen entwickelt.