Geheimtipps

Buddhistisches Haus

Das Buddhistische Haus ist ein schöner Ort um sich zurück zu ziehen und eine Portion Ruhe aufzutanken.

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Der Besucher durchschreitet heute wie damals ein der indischen Tempelarchitektur entlehntes Elefantenportal, das kunstvoll verziert ist. Auf einer Treppe von 73 Stufen mit acht Absätzen erreicht man den doppelflügeligen Hauptbau. Die Stufen symbolisieren die 73 Arten des Wissens eines Buddhas und die Treppenabsätze den "edlen achtfachen Pfad" zur Erlösung.

Das Hauptgebäude auf der Anhöhe weist einen mit singalesischen Stilelementen verzierten Turm auf. Hinter dem Hauptbau befindet sich der sogenannte Tempel, eine Meditationshalle mit Pagodendächern im japanischen Stil.

1967 wurde ein Erweiterungsbau im ceylonesischen Stil angefügt. Er enthält im Untergeschoss Wohnräume für Gäste, die z. B. Meditationskurse besuchen, und im oberen Stock eine Bibliothek.

Heute leben dort ständig mehrere buddhistische Mönche, die im Sinne der Lehre Buddhas wirken. Sie sind in orangefarbene Gewänder gekleidet und halten regelmäßig Vorträge und veranstalten gemeinsame Meditationen. Die allabendlichen Meditationen und die Nutzung der Bibliothek sind auch für die Öffentlichkeit möglich.

Das Haus wurde vom Berliner Arzt Dr. Paul Dahlke (1865 bis 1928) von 1922 bis 1924 nach Plänen des Architekten Max Meyer errichtet. Paul Dahlke war während einer Reise nach Ceylon (heute: Sri Lanka) zum Buddhismus übergetreten und ließ sich nach seiner Rückkehr dieses Haus auf einem Waldgrundstück bauen.

Das Buddhistische Haus ist ein Ort der Ruhe. Deshalb wird um vorherige Anmeldung von Gruppen gebeten.

Buddhistisches Haus
Edelhofdamm 54
13465 Berlin (Frohnau)
Tel. 401 55 80

Öffnungszeiten
Sommer: 9 - 20 Uhr
Winter 9 - 18 Uhr

das-buddhistische-haus.de
mail@buddhistisches-haus.de


Russisches Flair in Reinickendorf

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Ein Hauch Russlands auf dem Friedhof der Russisch-Orthodoxen Gemeinde!

Auf dem Friedhof, der mit 4.000 Tonnen russischer Erde aufgeschüttet wurde, befinden sich Gräber bekannter Persönlichkeiten. In der Mitte wurde eine Kapelle errichtet, die der in Moskau befindlichen Basiliuskathedrale nachempfunden wurde und mit ihren leuchtend blauen Zwiebeltürmen und aufgesetzten Andreaskreuzen russische Kultur nach Reinickendorf zaubert.


Einzigartige Binnendünen in Heiligensee

Die größte Sanddüne in Berlin befindet sich in den Baumbergen im Landschaftsschutzgebiet Tegeler Forst im Ortsteil Heiligensee. Im Volksmund werden die Sanddünen auch "Baggerberge" genannt - ein Bild, wie aus der Sahara und das mitten in Reinickendorf!

Vor dem Mauerfall rollten oft Panzer durch dieses Gebiet, das die Alliierten für Truppenübungen nutzten. Noch heute lässt sich vielleicht so manche Patrone im feinen Sand finden.


Gedenkstätte Krumpuhler Weg

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Auf dem Gelände am Billerbecker Weg 123 in Reinickendorf befand sich 1942-1945 ein Zwangsarbeiterlager, 1955 wurde es umgestaltet in eine Gartenarbeitsschule und ein Mädchenerziehungsheim. Heute sind Spuren aller historischen Schichten vorzufinden.

Die Schichten der Geschichte werden durch 10 Betonbänke visualisiert. Einmal laden sie ein Platz zu nehmen, im vorhandenen, idyllischen Gartendenkmal zu verweilen, im andern Fall sind sie gekippt unbesetzbar und informieren entlang der ehemaligen Lagerstraße über den Ort, die Menschen und die Bedingungen des Zwangsarbeiterlagers Krumpuhler Weg.


Operationsbunker Teichstraße

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Östlich der "Weißen Stadt" in Berlin-Reinickendorf schließt sich direkt an der Teichstraße das Gelände mit den Gebäuden des alten Humboldt-Krankenhauses an. Im Jahre 1910 wurde es als Verbundskrankenhaus Reinickendorf nach Entwürfen der bekannten Charlottenburger Architekten von Mohr & Weidner errichtet. Das Humboldt-Krankenhaus gehörte vor dem Ersten Weltkrieg zu einer der modernsten Krankenhaus-Anlagen in Berlin.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde ein Operationsbunker gebaut, der Notoperationen auch während der Fliegerangriffe ermöglichte. Das Reinickendorfer Krankenhaus überstand den Zweiten Weltkrieg relativ unbeschadet und wurde nach Kriegsende bis 1985 weitergenutzt.

Nach einem kurzen Rundgang über das Gelände wird der original erhaltene Operationsbunker aus dem Jahre 1941 besichtigt, der vom Verein Berliner Unterwelten e.V. instandgesetzt wurde und erst seit 2005 öffentlich zugänglich ist. Diese Anlage zählt zu den "typisierten Standardbunkern", von denen hunderte im Rahmen des "Bunkerbauprogramms für die "Reichshauptstadt" unter der Ägide des "Generalbauinspektors" Albert Speer errichtet wurden.

Eine Führung über das Gelände ist nur in vorher angemeldeten Gruppen möglich!
Anmeldung bei

Berliner Unterwelten e.V.
Tel 499 105 17
 
 
Schloß Tegel
1766
Das Schloß Tegel - ursprünglich 1558 als Renaissance-Herrenhaus erbaut - geht in den Besitz der Familie von Humboldt über. Im 19. Jahrhundert wurde das Schloß durch Karl Friedrich Schinkel umgestaltet.
Alexander von Humboldt
1769
Alexander von Humboldt, weltberühmter Naturforscher und Mitbegründer der Geografie als empirischer Wissenschaft, wird in Berlin geboren. Die Familie residiert seit 1766 im Schloß Tegel.
Eisenbahnbau bei Borsig
1873
Eisenbahnbau bei Borsig auf einem Gemälde von Paul Friedrich Meyerheim
Uferpromenade in Tegel, 1910
1910
Anlage der Strandpromenade und Bau der ”Sechserbrücke” durch die Gemeinde Tegel
Rathaus Reinickendorf, Detail
1920
Der Bezirk Reinickendorf wurde 1920 aus den ehemaligen Bauerndörfern Reinickendorf, Wittenau, Tegel, Heiligensee, Hermsdorf und Lübars sowie drei Gutsbezirken gebildet.
Bau des Flughafen Tegel
1948
Auf dem Gelände des Flughafens Tegel entsteht während der Luftbrücke innerhalb von 90 Tagen die damals längste Start- und Landebahn Europas - größtenteils mit Muskelkraft.
Berliner Mauer
1961
Der Bau der Berliner Mauer trennt den Bezirk Reinickendorf bis zum Mauerfall 1989 vom Umland und den Nachbarbezirken Pankow und Prenzlauer Berg.
Märkisches Viertel
1964
Bau der Großsiedlung Märkisches Viertel beginnt (bis 1974), heute eigenständiger Ortsteil mit ca. 36.000 Bewohnern, 12 Schulen und Einkaufszentrum. Derzeit aufwändige energetische Sanierung und Modernisierung
Humboldt-Bibliothek, Tegeler Hafen
1984
Anlässlich der internationalen Bauaustellung 1984-1987 wurde der ehemalige Tegeler Industriehafen neu gestaltet. Hier entstanden (post)moderne Wohnquartiere und eine Bibliothek.
Hallen am Borsigturm
1999
Hallen am Borsigturm - in die entkernten ehemaligen Lokomotivbauhallen wird ein Einkaufs- und Freizeitzentrum mit Multiplexkino, Fitnessstudio und Bowling-Bahn integriert.
Greenwich-Promenade, Neugestaltung
2009
Umgestaltung der Greenwichpromenade und Bau des Flusskreuzfahrtterminals 2009/2010
Flughafen Tegel, Planung
2012
Der Flughafen Tegel wird geschlossen. Das riesige Areal wird zu einem Standort innovativer Industrien und Bildungseinrichtungen entwickelt.